Das Barßeler Mühlen-Team

 Hans Wolfram Thieben           Franz Cloer              Karl Heinz Schleunes          Hinrich Grüßing                       Es fehlt Johannes Sobing

Wer sind wir

Mehrere Mitglieder des Bürger- und Heimatverein Barßel e.V. hatten sich schon öfter Gedanken über den Fortbestand der Barßeler Windmühle gemacht und darüber diskutiert, wie man die Ebkenssche Windmühle erhalten kann.

Der Vereinsvorsitzende Josef Wagner sagte, dass die Windmühle nicht dem weiteren Verfall preisgegeben werden darf. Viele Bauteile seien in die Jahre gekommen, bereits marode und zum Teil richtig kaputt. Es muss etwas passieren, sonst verliert die Gemeinde Barßel das bedeutende Technikdenkmal der Region.

Nach einem Aufruf in der Tageszeitung, initiiert von Heike Hartung vom Erholungsgebiet Barßel-Saterland, das ein freiwilligen Müller für Barßel gesucht wird, meldete sich Franz Cloer aus Hoheging bei ihr. Er machte zu diesem Zeitpunkt gerade eine Ausbildung zum „Freiwilligen Müller“ und hat Interesse an der Mühle zu arbeiten. Im September 2013 trafen sich Heike Hartung und Hinrich Grüßing vom Bürger- und Heimatverein Barßel e.V. mit Franz Cloer in der Windmühle zum ersten Kennenlernen.

 

Wir sind dann einfach mal angefangen zu arbeiten

 

In den nächsten Jahren kamen Hans-Wolfram Thieben, Günter Frerichs und Karl-Heinz Schleunes, allesamt mühlenbegeisterte Handwerker, zur bestehenden Gruppe hinzu. Günter Frerichs ist aus dem Team ausgeschieden. Aktuell besteht das Mühlenteam Barßel seit kurzer Zeit wieder aus 5 Personen. Johannes Sobing hat sich bei uns gemeldet und unterstützt uns bei unseren Arbeiten.

 

Das “Mühlenteam Barßel“ war geboren.

Es hat sich durch viele Aktivitäten bei den Bürgern zunehmend Aufmerksamkeit verschafft. Die bis jetzt geleisteten etwas über 5000  freiwilligen Arbeitsstunden wurden auch von der Gemeinde Barßel gewürdigt.

Gilt es doch, das einzigartige Technikdenkmal Ebkenssche-Windmühle zu reparieren und für die folgenden Generationen zu erhalten.

 

Unser Werdegang

Anfang 2014 haben wir mit der Restaurierung der Mühle begonnen.

 

Zuerst besorgten wir uns das benötigte Material von Schreinereien und befreundeten Mühlenvereinen. Danach bearbeiteten wir die Befestigung für den Bremsbalken, die Flügel, den Antrieb für den Lastenfahrstuhl und noch diverse andere Arbeiten. Alles hier genau aufzuführen würde zu viel werden. Danach ging die Mühle in den Winterschlaf.

 

Angefangen haben wir dann 2015 mit der Restauration des Fahrstuhls, Funktionsherstellung durch Einbau eines Elektromotors, Gewicht auf dem Bremsbalken erhöht.

 

Danach begannen im Juni 2015 die Arbeiten an der Restaurierung der Flügel. Alle Arbeiten wurden von der Galerie aus durchgeführt. Flügel 1+3(Feldruten) komplett abgerüstet und alle Flügel, nach Erhalt der Genehmigung, verlängert. Dieses ist notwendig um ein sicheres Einsteigen in die Flügel zu gewährleisten. Bei der alten Rutenlänge musste immer eine Leiter benutzt werden. Unfallgefahr!! Die Rohrenden der Flügel erneuert, Hausruten und Wellkopf entrostet und neu gestrichen. Alle Wind- und Sturmbretter für Flügel 1+3 angefertigt, 5-fach gestrichen und eingepasst. Das alles hat bis zum Dezember 2015 gedauert.

 

Im Mai 2016 haben wir begonnen die Flügel 2+4 (Hausruten) zu sanieren. Die Arbeiten waren identisch wie im Vorjahr. Mittlerweile hatten wir auch etwas Routine bekommen um die Arbeiten auszuführen. Ende Oktober waren wir mit den Arbeiten fertig. Damit die Mühle in der Vorweihnachtszeit gut aussieht haben wir 6 Lichterketten mit 2160 LED´s an den Flügeln und der Galerie angebracht.

 

2017 begann mit der Umarbeitung der Segel die wir von der Mühle in Scharrel geschenkt bekommen haben. Sie waren zu groß und mussten an unsere Flügel angepasst werden.

Im Februar wurde uns ein neuer Fuchs für unseren Fangstock geschenkt.

Anfang März haben wir günstig eine „Osttiroler Getreidemühle“ ersteigern können. Seitdem können wir das Vollkornmehl für das von uns entwickelte Rezept

„Barßeler Mühlenbrot“ selber herstellen.

Am Pfingstmontag haben wir das Jubiläum an unserer Mühle gefeiert.

 

„300 Jahre Mühlenstandort und 125 Jahre Ebkenssche Mühle“

 

Anschließend ging es an die Sanierung des Putzachtkants und Einrichtung einer Werkstatt auf dem Lagerboden.

 

2018:  In diesem Jahr haben wir die Galerie bearbeitet. Die Hölzer waren von Algen überzogen. Wir haben alles gereinigt, einige Hölzer ausgetauscht und alles mit Leinöl gestrichen. Ein Mühlenbauer hat uns geholfen die Flügelwelle anzuheben und eine Sicherung für den Katzenstein einzubauen. Mehrere kleinere Arbeiten für den Erhalt und Betrieb der Mühle wurden auch noch durchgeführt. Dazu hatten wir in diesem Jahr viele  Besucher denen wir die Mühle zeigen und erklären konnten.

 

2019: Als nächstes haben wir geplant, die alte Übertragungstechnik soweit herzustellen, dass ein Mahlgang wieder mit Windkraft angetrieben werden kann. Es dauert länger als geplant. Diese Arbeiten müssen wir deshalb im Jahr 2020 weiterführen.